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Aktuelles

VOLKSMUSIKAKADEMIE IN BAYERN

Die Planungen für die “Volksmusikakademie in Bayern“, die in der Stadt Freyung im Bayerischen Wald entsteht, laufen auf Hochtouren: Am 30. September 2016 fand der Spatenstich statt, im Mai 2019 soll eröffnet werden.

Der künstlerische Leiter der Akademie, Dr. Philipp Ortmeier, ist Mitarbeiter im Kulturreferat des Bezirks Niederbayern. Seit Januar 2018 ist er mit der inhaltlichen Konzeption des Akademieangebotes betraut.

www.volksmusikakademie.de
"Alter Trott - neue Wege". 25. Seminar für Volksmusikforschung und -pflege vom 12. bis 14. April 2019 in Freyung

Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Vorbereitung des 25. Seminars für Volksmusikforschung und -pflege in Bayern. Als Thema dieser wichtigen Jubiläumskonferenz wurde nichts Geringeres gewählt, als die Zukunft der Volksmusikpflege in Bayern: Alter Trott oder neue Wege!?

Unter Leitung von Franz Schötz vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege (2.v.r.) haben (v.l.) Veronika Keglmaier vom Bezirk Niederbayern, Magnus Kaindl vom Kulturreferat der LH München, Roland Pongratz von Kultur&Konzept bzw. der »zwiefach«, Prof. Dr. Manfred Seifert von der Universität Marburg, Simone Lautenschlager von der Hochschule für Musik und Theater, München, sowie Dagmar Held und Dr. Elmar Walter, beide vom Bayer. Landesverein für Heimatpflege, bereits weitreichende Vorbereitungen für das Seminar mit hochkarätigen und interessanten Referenten getroffen. Nicht auf dem Bild zu sehen ist Dr. Philipp Ortmeier; in den Räumen der von ihm geleiteten Volksmusikakademie in Bayern in Freyung wird die Veranstaltung von 12. bis 14. April 2019 stattfinden.

Wie wird die Volksmusikpflege von der Öffentlichkeit wahrgenommen? Interessen und Bedürfnisse der Menschen ändern sich - auch im Volksmusikbereich: Sind die Angebote der Volksmusikpflege noch zeitgemäß? Braucht man andere Schwerpunkte und/oder neue Formate? Alle Praktiker, Sänger, Tänzer und Musikanten, Leiter von Gruppen, Volksmusikbeauftragte in den Landkreisen, in Verbänden oder Vereinen, Musiklehrer und Ausbilder, Veranstalter und Organisatoren, aber auch Wissenschaftler und Politiker sind zum Gedankenaustausch und zur intensiven Diskussion aufgerufen. Ziel der Initiatoren ist es u. a. im Rahmen einer Ideenwerkstatt einen gemeinsamen Weg für die Volksmusikpflege in Bayern zu entwickeln.

Ein ausführliches Tagungsprogramm mit weiteren Informationen wird baldmöglichst unter www.heimat-bayern.de zur Verfügung gestellt.

SPIEL MIT!

Das Kulturreferat des Bezirks Niederbayern lädt zum gemeinsamen Musizieren ein: Wir lernen überlieferte Melodien aus dem reichhaltigen Angebot des Volkskulturarchivs kennen. Jedes Instrument ist willkommen, die Teilnahme ist kostenlos!

ABENSBERG
Musikwerkstatt, Starkstr. 2, 93326 Abensberg

MI, 11.04.2018, 19.00-21.30 Uhr
WIR SPIELEN ZWIEFACHE!
Einen unwiderstehlichen Reiz haben sie und eine wahre Lust am Musizieren lösen sie aus, die Zwiefachen aus unserer Region. Sogar ins Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wurde die Musikgattung bereits aufgenommen. Wir lernen einige dieser Melodien mit dem Wechsel von Zweier- und Dreiertakt kennen - die verzwickten und die einfachen, die bekannten und die kaum gehörten, mit und ohne Notenvorlage.

Leitung: Veronika Keglmaier
Anmeldung unter Tel. 0871 97512-734, kultur@bezirk-niederbayern.de.
Der ZWIEFACHE wurde vom Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission im Dezember 2016 in das Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen! Das Expertenkomitee würdigte den Zwiefachen als identitätsstiftende Kulturform, die in großer Vielfalt und Lebendigkeit existiert sowie generationsübergreifend begeistert.

Bereits im November 2016 überreichte Kultusminister Dr. Spaenle den Vertretern des Kulturreferats des Bezirks Niederbayern, das den Aufnahmeantrag gestellt hatte, die Auszeichnungsurkunde zur Aufnahme in das bayerische Landesverzeichnis Immateriellen Kulturerbes.
Die Auszeichnung war Anlass für das zweimonatige Festival ZWIEFACH FEIERN!, das vom Kulturreferat des Bezirks Niederbayern organisiert wurde und den Zwiefachen mit 60 Veranstaltungen im September und Oktober 2017 hochleben ließ.

Der Bezirk Niederbayern lobte zudem einen WETTBEWERB für NEUE ZWIEFACHENTEXTE aus. Die originellsten Einsendungen haben wir für Sie veröffentlicht - viel Freude beim Zuhören und Mitsummen!



Vertreter der Volksmusikpflege aus verschiedenen Bezirken und Volksmusikanten freuen sich über die Auszeichnung.












Veronika Keglmaier und Dr. Philipp Ortmeier vom Kulturreferat des Bezirks Niederbayern im Gespräch mit Moderatorin Traudi Siferlinger.
Photos: Steffen Leiprecht















Der Zwiefache ist eine überlieferte, typisch bayerisch-böhmische Musikgattung, die sowohl musiziert, getanzt als auch gesungen wird. Seine Besonderheit besteht im unregelmäßigen Wechsel zwischen Dreiviertel- (Walzer) und Zweivierteltakt (Dreher).

Die älteste bayerische Schriftquelle, die einen Zwiefachen enthält, ist eine um 1740 datierte Musikhandschrift im Stadtarchiv Amberg. Der früheste Begriffsnachweis stammt aus einem Gerichtsprotokoll (Hofmarksgericht Wolfersdorf / Hallertau) vom 12.11.1780. Das älteste Druckwerk mit taktwechselnden Tänzen aus dem Böhmerwald veröffentlichte Johann Ritter von Rittersberg 1825 in Prag. Diese Veröffentlichung gilt auch als frühester gedruckter Nachweis für die gleichnamigen bayerischen Zwiefachen.

Seit dem frühen 20. Jh. bis in die 1950-er Jahre verdichten sich die Zwiefachen-Belege in den zahlreich erfassten ländlichen Musikhandschriften. Die Umfragen des “Atlas der deutschen Volkskunde“ in den frühen 1930er-Jahren weisen in Bayern mehrere hundert Belegorte für Zwiefache aus. Die zur selben Zeit einsetzende bayerische Volksmusikbewegung erhob auch den Zwiefachen zum Gegenstand der Pflege. Seither lässt sich der Zwiefache kontinuierlich und zunehmend in den Nachkriegsjahrzehnten im Repertoire zahlreicher Volksmusikgruppen nachweisen. Beispielgebend für seine Verbreitung waren die Aichacher Bauernmusi (gegr. 1931 von Heini Baronner), die Dellnhauser Musikanten (gegr. 1948 von Michl Eberwein), die Gesangsgruppe Eberwein (Vorgängergruppe gegr. 1925 von Josef Eberwein), die Gesangsgruppe Kriegner (gegr. um 1930 von Hias Kriegner) und Otto Ebner mit seiner Blaskapelle (gegr. 1946). Durch die jahrzehntelange, intensive Zusammenarbeit dieser Gruppen mit dem Bayerischen Rundfunk wurde der Zwiefache in ganz Bayern und darüber hinaus populär. Zahlreiche Publikationen sowie Tonaufnahmen mit Zwiefachen seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute dokumentieren die kontinuierliche Präsenz der Musikgattung.

Heute ist der Zwiefache fester Bestandteil der bayerischen Volksmusikszene, die aus unzähligen Instrumental- und Vokalensembles sowie Tanzgruppen besteht. Auf Seminaren der institutionalisierten Volksmusikpflege (Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V., bayerische Bezirke, Kreisvolksmusikpfleger) sowie durch viele Einzelinitiativen auf Vereinsebene wird für die Weitergabe des Zwiefachen in seinen instrumentalen, vokalen und getanzten Formen und Varianten gesorgt.

Generell kommt den bayerischen Institutionen der Volksmusikpflege große Bedeutung zu, indem sie für die Dokumentation und Weitergabe der reichen Zwiefachen-Überlieferung die Grundlagen liefern: Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, Volkskulturarchiv des Bezirks Niederbayern, Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, Oberpfälzer Volksmusikarchiv, regionale Volksmusikstellen des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege. Doch auch ungeachtet dessen genießt der Zwiefache in der musisch orientierten Bevölkerung breite Akzeptanz und Präsenz. Dies ist umso bemerkenswerter, als damit sein Gebrauch auch außerhalb der organisierten Volksmusikpflege funktioniert. Er erklingt auf Hochzeiten und Faschingsbällen ebenso wie in Bierzelten oder auf Feuerwehrfesten und bei Schützenjubiläen.

[aus dem Antrag auf Aufnahme des Zwiefachen in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes, verfasst von Dr. Maximilian Seefelder und Dr. Philipp Ortmeier, Kulturreferat Bezirk Niederbayern]
Tradmusik.net: Ein Portal für traditionelle Musikkultur in Bayern

tradmusik.net ist ein Projekt zur Vernetzung von Institutionen und Organisationen unterschiedlicher Trägerschaft, die sich in Bayern haupt-, neben- oder ehrenamtlich mit der Sammlung, Archivierung, Aufbereitung und Publikation traditioneller Musik beschäftigen. Aus den unterschiedlichen Sammlungen wird eine gemeinsame Datenbank gespeist.

tradmusik.net will als Informationsplattform und wissenschaftliches Forschungsinstrument sowohl die Grundlage für regional vergleichende Musikforschung bieten als auch die zahlreichen Bemühungen zur Pflege traditioneller Musikkultur unterstützen.

Eine Übersicht über Ansprechpartner vor Ort erleichtert den Zugang zu den Beständen; digitale Angebote stehen für Interessierte, Musiker oder zu Forschungszwecken zur Verfügung.

Hier kommen Sie zur Internetseite von tradmusik.net!
Kostenloser Notendownload

Hier können Sie regionales Notenmaterial für verschiedene Besetzungen einsehen und kostenfrei herunterladen. Josef Wimmer aus Büchlberg hat zahlreiche Musikstücke für Blechbläserensembles und Tanzlmusik bis hin zu Streicherbesetzungen eingerichtet und sie für den praktischen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Ebenso hat Peter Wutzer aus Neustadt a.d. Donau viele Stücke für Tanzlmusik eingerichtet - beiden ein herzliches Dankeschön dafür!

Die Noten sind GEMA-frei und können kostenfrei öffentlich aufgeführt werden.
Alle Rechte zur Veröffentlichung des Notenmaterials sind vorbehalten!

Das zur Verfügung gestellte Notenmaterial finden Sie unter unserem Menüpunkt “Notendownloads“.
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